• de
  • nl

Iggi & Hans - Reiseberichte - Europa - 2018 Kroatien/Slowenien

Seite drucken

Samstag, 15. September 2018

hier geht es zur Bildergalerie

hier geht es zur Reiseroute

 

Schon lange abgemacht … ein Off-Road Trip mit Frank und Pia, den Erbauern unserer Kabine und Michael und Carmen. Wir sind alle zusammen mit unseren Autos auf der «Abenteuer und Allrad» in Bad Kissingen am Messestand von Sandkorn-Leichtbau gestanden.

Nun geht es also los ... aber doch noch nicht so richtig. Wir treffen uns mit unseren Freunden ja erst in einer Woche in Slowenien. Wir haben uns gedacht, dass wir vorgängig noch ein bisschen Badeferien in Kroatien machen. So sind wir also heute losgefahren und nach 400 km am Gardasee gelandet. Weil wir irgendwo ohne GPS falsch abgebogen waren, eiern wir nun ein bisschen dem See entlang - nicht weiter schlimm, es wimmelt von Campingplätzen. Schlussendlich stehen wir an bester Lage direkt am See - die Wellen werden uns in den Schlaf wiegen (oder wachhalten)

Montag, 17. September 2018

Nach einer sehr lauten Nacht am Gardasee ... nein es war nicht der Wellenschlag, sondern ein paar italienische Familien mit Kindern und Feuerwerk die uns und andere am Schlafen gehindert haben, resp. uns immer wieder aus unseren Träumen gerissen haben. Aber irgendwann sind wir dann doch in den Schlaf gefallen.

Nach einem fantastischen Sonnenaufgang und dem Frühstück sind wir um punkt neun Uhr auf der Strasse weiter Richtung Kroatien unterwegs.

Wir wollen diesmal ohne die obligate Vignette durch Slowenien fahren, das heisst ab Triest keine Autobahn mehr und so fahren wir über wunderschöne Landstrassen Richtung Campingplatz. Wir vertrauen auf das GPS, aber das setzt uns ganz schön unter Druck. Über Berg und Tal durchs «wilde Kurdistan» - so fühlt es sich wenigstens an. Später sehen wir dann auf unserem automatischen Tracker, dass wir einen riesen Umweg gemacht haben. Aber was heisst schon Umweg? Wir haben ja Ferien und das war einfach der indirekte Weg und schon mal ein Vorgeschmack auf die Woche mit Frank und Pia in Slowenien.

seht ihr die Nackten?
Sonnenunterganganbeterin

Schlussendlich führt uns das GPS auch noch über einen Feldweg, aber tief unter uns sehen wir nun den Campingplatz. Aus der Ferne erkennen wir aber nur wenig - einen Nackten kann ich ausmachen - ja wir haben uns einen FKK Camping Platz ausgesucht, aber ich sehe keine Zelte oder Wohnwagen, komisch!

Beim Parkeingang klärt sich dann alles - leider ab heute geschlossen!

Na dann auf zum nächsten Platz, nicht weit entfernt aber kein FKK und was gar nicht geht - kein WiFi .... na dann eben noch ein bisschen weiterfahren zum nächsten Campingplatz und hier gefällt es uns endlich ... wir installieren uns direkt am Meer.

Später sitzen wir bei einem fantastischen Sonnenuntergang, einem Bier und Fisch vom Grill auf der Terrasse des nahgelegenen Restaurants ... einige Gäste und auch Iggi haben sogar noch Delfine im Meer gesehen.

Der nächste Morgen zeigt uns erst wie schön wir es getroffen haben, durch die Pinien scheinen die ersten Sonnenstrahlen, zwanzig Meter entfernt glasklares warmes Wasser und zum Bäcker mit frischem Brot ist es auch nicht weit … was willst du mehr?

Hier bleiben wir ein paar Tage bis wir uns mit den anderen treffen.

Abendsonne geniessen
Schatten im Wasser
Patrizia und Anita

Samstag, 22. September 2018

Die Tage mit fast nichts tun vergehen rasch und wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit unseren Freunden. Auf dem Campingplatz merkt man, dass die Saison in ein paar Tagen zu Ende ist – vor allem die Dauercamper mit ihren schon fast «betonierten» An- und Ausbauten sind am Räumen. Auch unsere beiden Schweizer Nachbarinnen Patrizia & Anita sind am Zusammenpacken und wir sind unterwegs zu unserem nächsten Abenteuer.

Wir haben nicht weit zu fahren, bis nach Postonija in Slowenien sind es noch nicht mal 100 km. Treffpunkt ist der Campingplatz Pivka Jama, die Gegend ist vor allem wegen den Karsthöhlen die den Untergrund wie ein Schweizer Käse aussehen lassen, bekannt.

Die Freude ist gross als wir uns wiedersehen und wir haben uns viel zu erzählen, allerdings scheint es mit den schönen heissen Sommertagen und warmen Nächten die wir noch letzte Woche hatten, erstmal vorbei zu sein … der Herbst ist im Anmarsch und wir sind froh um die Daunenjacken die wir neben der Badehose eingepackt haben.

Pivka Jama, erster Campingplatz

Sonntag, 23. September 2018

Also heute geht es mit dem «Programm» los, das Frank und Pia für uns zusammengestellt haben … grosses Geheimnis, wir haben keine Ahnung wo es langgeht. 

Das Wetter macht leider auch ein «Geheimnis» aus dem Ganzen und die Umgebung hüllt sich immer wieder in Nebel. Aber wir folgen den beiden Autos vor uns und sind total fasziniert wie es immer weiter den Berg hinauf geht – in der Schweiz mit seinen meist totalen Fahrverboten abseits der normalen Teerstrassen, würde es schon längst nicht mehr weitergehen. Nicht so hier, der Weg wird immer steiler und steiniger – wir habe schon längst die Vorderachse zugeschaltet und jetzt kurz vor dem Ziel auch noch die Untersetzung … das macht Spass! 

Oben angekommen, erklärt uns Frank, dass wir jetzt eigentlich bis nach Italien und Kroatien sehen könnten – aber eben, wir sehen kaum die Hand vor den Augen (jaja ist ein bisschen übertrieben). 

Oben heisst übrigens Sveta Trojica, Pivka - auf 1100m Höhe hätte man wirklich eine sehr schöne Rundsicht gehabt wie uns Frank und Pia mehrmals versicherten, aber für uns war schon die Anfahrt genial gewesen … aber es sollte alles noch (viel) besser kommen …

erstes gemeinsames Frühstück
kurzes Briefing
der Nebel wird dichter
nebulöse Aussicht

Montag, 24. September 2018

Am nächsten Morgen scheint auch schon die Sonne wieder und wir packen alles zusammen, das Ziel heute wird wie gestern nicht verraten, aber wir werden an einem anderen Ort übernachten.

Wir verlassen also die Gegend von Postonija und es geht über Feldwege und auch durch eine kleine Wasserdurchfahrt unserem nächsten Ziel entgegen. Die Fahrt dauert nicht lange und wir nähern uns der imposanten Höhlenburg Predjama – sie ist an die Felswand «angeklebt» - uneinnehmbar im Mittelalter. Bekanntester Burgherr war der Raubritter Erasmus von Luegg. Während der Kämpfe …. weiterlesen in Wikipedia.

Nach der Besichtigung der Burg und einem leckeren Eis ging unsere Reise weiter zum nächsten «Höhepunkt» - dem Rundfunksender Nanos. Auch hier weis Frank und Wikipedia eine Menge Geschichte zu erzählen – für uns alles sehr interessant. Der imposante Sendemast des Slowenischen TV’s, steht direkt über einer sehr hohen Felswand – wegen des fast orkanartigen Windes getrauen wir uns nicht ganz an die Abbruchkannte und halten uns an den dicken Stahltrossen fest. Diesmal sehen wir tatsächlich Triest und das Meer in weiter Ferne … einfach nur fantastisch. 

die Räuberburg
die Räuber???

Die Reise geht weiter über Stock und Stein nach Kobarid auf den Campingplatz wo wir uns untypischerweise auch mal zu Fuss durchs Gelände bewegen und einen Spaziergang dem Bach entlang zu einem schönen Wasserfall machen.

Mittwoch, 26. September 2018

Auch heute wird es wieder gebirgig, der Stolpass ist eine ungeteerte zum Teil sehr steile Höhenstrasse die uns auf langen Serpentinen bis auf 1600m führt. Bei super Wetter geniessen wir zwischen Ziegen die Aussicht bei einem kleinen Lunch und am späteren Nachmittag richten wir uns wieder auf einem neuen Camping in Bovec ein. Dazu gehört auch eine warme Dusche für mich und ein Haarschnitt für Iggi!

Donnerstag, 27. September 2018

Der heutige Tag wird in Italien enden … aber zuerst führen uns Frank und Pia über die Monte Crostis Panoramastrasse auf 2200m. Eine eindrückliche Bergwelt um uns herum und damit nicht genug. Nachdem wir wieder im Tal unten sind geht es auch gleich wieder hoch. Am Strassenrand sehen wir Namen von Italienischen Radrennfahrer gesprayt - der Giro d’Italia führt ab und zu in einer Etappe über den Monte Zoncolan. Unglaublich wie diese steile Strasse mit den vielen Kurven mit dem Velo zu bezwingen ist – ein Wahnsinns-Kraftakt … und am nächsten Tag geht’s in der nächsten Etappe wieder irgendwo den Berg rauf. Da haben wir es einfacher, die grösste Sorge gilt den Bremsen die sich auf der Talfahrt so erhitzen, dass ich die beiden vor mir fahrenden riechen kann. 

Die Nacht verbringen wir in Ovaro dessen Camping eigentlich schon Saisonende hat – wir dürfen aber trotzdem auf den Platz und auch die sanitären Anlagen benutzen die extra für uns geöffnet wurden.

Forza Italia!!!

Freitag, 28. September 2018

Der nächste Tag führt uns über (gefühl)t alle ungeteerten Nebenstrassen der Region nach Sauris. Zwischendurch halten und rasten wir immer wieder an wunderschönen Aussichtspunkten.

Pia und Frank … und Beni!
Carmen ohne Michael
Iggi und Hans
 
 
 

Samstag, 29. September 2018

Das Ende der der Reise naht, heute werden wir in Sexten auf dem 5 Sterne Campingplatz ankommen. Er befindet sich am Fuss der Dolomiten. Aber vorher gabs noch einige Kurven und Höhenmeter zu bewältigen – auf dem GPS sah das dann wie folgt aus …

 

ich dachte zuerst die Anzeige spinnt, aber eine Kurve weiter sieht es dann tatsächlich so aus – diese Strassen wurden wohl auch nur wegen des Krieges gebaut – hier wurde im 2. Weltkrieg um jeden Meter und jeden Fels erbittert gekämpft.

 

Der Campingplatz in Sexten lässt wirklich nichts zu wünschen übrig, Wellness in Kristallhöhlen, mehrere feine Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten – selbst die Duschen und Toiletten waren mit Amethysten und anderen Kristallen geschmückt. 

 

 

 

Kommt natürlich noch die wunderschöne Bergwelt um uns dazu – was soll man sagen!  

 

Das war wirklich der passende und krönende Abschluss der so super geplanten und mit viel Aufwand rekognoszierten Reise die Frank und Pia für uns zusammengestellt hatten. Vielen Dank an euch und natürlich auch an Carmen und Michael als Reisebegleiter und Freunde.

 

 

Wann machen wir die nächste Reise zusammen?