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Iggi & Hans - Reiseberichte - 2014 Neuseeland - Nord Insel - Auckland- Kerikeri

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Montag, 29. September 2014

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Waiuku, Neuseeland

Nun sind wir also in Neuseeland gelandet, eigentlich nur ein kleiner Sprung und doch ist es eine ganz andere Welt. Alles ist grün, fette Weiden mit vielen Kühen und Schafen um uns herum. Wir sind bei Chris und Jim in Waiuku untergekommen. Chris und Jim sind Freunden von Anneke, Iggi,s Schwester die in Tauranga wohnt. Wir befinden uns zirka 50 km ausserhalb Auckland auf dem Land. Wir sind froh um diese Unterkunft, Neuseeland hat uns nicht gerade warm empfangen. Regen bei der Ankunft, dann zwei Tage Sonnenschein danach nur noch kalter Sturmwind und Regen, richtiges Aprilwetter - nicht auszudenken wenn wir schon im Camper unterwegs gewesen wären.

Auf den warten wir noch immer, schon seit fast einer Woche ist das Schiff angekommen, aber bis Zoll und Quarantäne Behörden sich das Ganze anschauen und freigeben dauert es „ages“ wie die Neuseeländer so schön sagen. Das Auto ist nun wenigstens beim Frachtagenten, wir haben den Toyota kurz gesehen, aber eben die Behörden wollen ihn auch nochmals inspizieren. Obwohl wir das Auto fast vier Tage geschruppt haben, wurden bei der ersten Inspektion am Hafen ein paar vertrocknete Australische Blätter gefunden, es gibt eben Stellen an einem Auto die nur ein Quarantäneforscher anschaut und wenn der was finden will, dann findet er eben auch was.

Wir haben in der Zwischenzeit mit unseren Freunden schon mal einen Holländischen Käser mit super Gouda und salzigem Bärendreck gefunden, ja ich weiss, wie kann man nur so etwas essen und gerne haben - ich kann es auch nicht, aber Iggi ist im siebten Himmel :-)

Damit meine ich im Übrigen nicht den Gouda, der ist wirklich gut - er kommt natürlich nicht an den Appenzeller oder den Klosterkäse heran den ich wirklich vermisse.

Westküste NZ, schwarzer Sand

Veranda bei Chris & Jim

Tommy & Fi

Eben hat die Frachtkompanie angerufen - good News and bad News, die Quarantäne Leute sind dagewesen. Die Sachen die wir beim ersten Besuch des Frachtagenten schon mal neben das Auto gelegt haben, wurde für sauber befunden, aber als sie das Innere des Wagens inspizieren wollten, hat die blöde Kuh von der Quarantäne die offene Türe wieder abgeschlossen und den passenden Schlüssel dazu habe natürlich nur ich - also neuer Termin in zwei Tagen, sie wollen auch noch das Innere des Wagens anschauen!

Schade, Iggi hat sich so darauf gefreut, es wäre ein schönes Geburtstagsgeschenk gewesen, sie hat heute Geburtstag! So findet die Geburtstagsfeier leider ohne den Toyota statt. Lustiger weise haben aber noch mehr Bekannte an diesem Tag zu feiern, der Schwiegersohn von Chris und Jim – Bruce und seine Zwillingsschwester haben auch Geburtstag und so sitzen schlussendlich drei Geburtstagskinder an einem Tisch und pusten um die Wette als der Geburtstagskuchen mit den brennenden Kerzen vor ihnen steht!

drei Geburtstagskinder ...
und Familie

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Auckland

Wir unternehmen mit Chris einen Ausflug mit dem Zug nach Auckland und dann mit der Fähre nach Devonport. Das Wetter spielt wiedermal nicht so richtig mit, aber wir geniessen trotzdem die Überfahrt zu dem schönen alten Stadtteil von Auckland. Nachdem wir fein Mittag gegessen haben, machen wir einen Verdauungsspaziergang auf den Mount Victoria der eigentlich nur ein Hügel ist und früher als Verteidigungsbollwerk total ausgehöhlt wurde – ein paar Kanonen und Bunker aus der Zeit des ersten Weltkrieges sind immer noch zu sehen.

Während der Retourfahrt mit der Fähre erreicht uns ein Anruf der Tante vom Immigration Büro. Wir möchten unser Visa abändern lassen damit wir zwischendurch Neuseeland verlassen und auf einer Polynesischen Insel ein paar Tage an der Sonne verbringen können. Das scheint aber nicht so einfach zu sein, es dauert sicher eine halbe Stunde mit Erklärungen bis die Dame endlich versteht dass wir nur dem misslichen Wetter entfliehen wollen – und siehe da, am nächsten Montag können wir unsere Pässe und das neue Visa in Hamilton abholen - geht doch!

Am nächsten Tag dann noch mehr „good News“, der Toyota ist endlich von der Quarantäne Behörde freigegeben und wir können ihn in Empfang nehmen. „Freude herrscht“ und wir beschliessen am nächsten Tag unsere Reise fortzusetzen und Iggi’s Schwester in Tauranga zu besuchen.

Devonport
Achtung giftig(e Pilze)

gestempelt und gesiegelt!
wir haben unseren Toyota wieder!!!

Montag, 13. Oktober 2014

Tauranga

Wir sind seit zwei Tagen bei Anneke und ihrer Tochter Pauline. Arbeit wartet auf uns, das Badezimmer von Anneke muss fertig gestellt werden, der Bodenleger war eben da, er konnte aber seine Arbeit nicht fertigstellen. „Do it yourself“, das macht Spass. Der Klickbodenbelag ist schnell fertiggestellt, dann müssen mit dem Pinsel noch ein paar Farbklexer gemacht - Silikon Dichtungen angebracht - das Wasser am Lavabo angeschlossen - Frottetrockenstange und sonstiges Zubehör an die Wand geschraubt werden usw. Schön wieder mal ein bisschen zu basteln. Iggi hofft auf Sonne und macht die Gartenmöbel schon mal sauber - und danach geht’s in die Waschküche … es wird uns nicht langweilig!

Wir sind in Tauranga unterwegs und während wir auf einem Parkplatz stehen und beraten was wir als nächstes unternehmen, schaut sich ein „Hilfssheriff“ der Stadt unser Auto gaaaanz genau an. Es ist nicht die übliche Bewunderung unseres Trucks, nein er sucht ein paar Plaketten an unserem Gefährt ….WoF (Warranty of Fitness), dann fehlt ihm auch noch der Sticker für die Nummernschild Registration und die Diesel RUC Lizenz (Road User Charge).

Niemand hat uns gesagt, dass wir das alles brauchen um auf Neuseelands Strassen fahren zu dürfen. Das gibt es aber nur mit dem Formular xyz für die temporäre Registrierung, also wieder einmal Papierkrieg und dann dürfen wir die Dieselsteuer bezahlen, die ist nicht im Dieselpreis eingeschlossen - wir haben uns schon gefreut, dass ein Liter noch nicht mal einen Franken kostet. Nachdem wir diese Kleber auf der Windschutzscheibe platziert haben, können wir endlich ohne schlechtes Gewissen losfahren und Neuseeland entdecken.


Tea Time bei Pauline - muss auch sein
wild wachsende Calla's

Montag, 20. Oktober 2014

Hot Water Beach, Coromandel

Wir verabschieden uns von Anneke und Paulien und versprechen, dass wir zu Weihnachten wieder bei ihnen sein werden. Unser Weg führt uns der Bay of Plenty entlang Richtung Coromandel Halbinsel. Wir landen in Hahei, eine der schönsten Küsten die wir bis jetzt gesehen haben. Ein ganz kleines Dörfchen mit einem General Store in dem es von der Fischerrute bis zum Jogurt fast alles zu kaufen gibt. Nach dem heutigen wunderschönen Tag, haben wir uns in der Nähe des Hot Water Beach eine „Villa“ geleistet - das Wetter soll kräftig umschlagen und wir erwarten Nachttemperaturen von unter 10 Grad. Morgen wollen wir am Strand bei Ebbe nach den versprochenen heissen Quellen graben.

Beim Einsetzen der Ebbe laufen wir bewaffnet mit Fotoapparat und Klappspaten zum Strand,... ja, man muss sich seine Warmwasser Wanne selber graben. Wir sind nicht die Ersten, einige Leute sitzen oder liegen schon im selber gegrabenen Pool, die anderen laufen noch im Sand herum und spüren den heissen Stellen im Sand nach und fangen dann mit graben an - aber es ist wie beim Sandburgen bauen an der Riviera oder sonst wo, die Wellen zerstören die aufgeschichteten Wälle mit Leichtigkeit und die Sisyphusarbeit beginnt von vorn. Das Wasser zieht sich aber immer weiter zurück und langsam bleiben die Wälle auch stehen - es liegen immer mehr Leute im warmen, manchmal auch brütend heissen Wasser. Rund um uns herum herrscht ein Sprachen Wirrwarr. Touristen aus der halben Welt scheinen sich hier zu versammeln, unter anderem auch Jonas und Patricia aus der Schweiz mit denen wir wiedermal ein bisschen Schweizerdeutsch quatschen können und Reiseerlebnisse austauschen.

Kust bij Hawei
Villa aan de Hot Water Beach
Hot Water Beach
Blowhole

Freitag, 24. Oktober 2014

Takapuna

Nach weiteren zwei Nächten in Coromandel und ein paar Touren in der Umgebung, fahren wir weiter. Es geht die Westküste der Halbinsel entlang, rauf und runter und wirklich nur Meter entfernt vom Wasser, eine geniale Gegend. Irgendwann halten wir Ausschau nach einem B&B oder einem Campingplatz mit Cabin - aber ohalätz, in Coromandel hatte es noch freie Unterkünfte én masse, aber jetzt hat es auf einmal nichts mehr. Wir fangen an rumzutelefonieren, aber nur Absagen, alles besetzt. Das kommende verlängerte Labour Weekend wirft seine Schatten, resp. Reservationen auf die Campingplätze und Cabins. Wir könnten natürlich im Toyo schlafen, aber es ist jetzt in der Nacht gegen 5°und das ist dann definitiv zu kalt für unsere Knochen. So landen wir schlussendlich in Takapuna, einem Vorort von Auckand. Leider auch nur für eine Nacht, das Wochenende ist auch hier schon ausgebucht. Nach dem wir uns eingerichtet haben, hocken wir ins schleunigste hinter den PC und suchen eine Unterkunft für die kommenden Tage, die Campingplätze mit Cabins sind alle ausgebucht! Endlich finden wir mit Airbnb eine Unterkunft für drei Nächte in Snells Beach ...

Kunst am Weg


Samstag, 25. Oktober 2014

Snells Beach

Wir quartieren uns bei Phil und Vivian ein und freuen uns am elektrischen Ofen der unsere Unterkunft schnell aufgewärmt hat. Nebenbei fragt uns Phil ob wir fischen möchten, er hat ein Boot und morgen könnten wir bei entsprechendem Wetter rausfahren? Natürlich möchten wir.

Später am Abend bringt uns Phil noch einen Trevallyfisch den er von seinem Nachbar Gilbert bekommen hat, schön filetiert und wie er uns versichert, sehr schmackhaft auch roh als Sashimi gegessen wird - er bringt auch gleich Wassabi und Soyasause mit - mmmmmh schmeckt furchtbar gut.

Schon morgens um sieben bekommen wir ein SMS von Phil, „das Wetter ist gut, die Ebbe ist günstig, geh’n wir fischen?“ Alles klar, wir springen nur kurz unter die Dusche und dann geht es los.

Nun versuchen wir also selber unser Fischer Glück, zuerst aber das Boot vom Trailer ins Wasser gleiten lassen, ich darf das Boot im 16° warmen Wasser halten, die Füsse werden den ganzen Tag nie mehr richtig warm ….dann geht’s wirklich los.

Auf dem Wasser herrscht schon viel Verkehr, aber Phil kennt das Gewässer und steuert eine ruhigere Ecke an. Dann „nur“ noch die Angelhaken mit Squid (Kalmar Tintenfisch) als Köder bestücken ... jetzt MÜSSEN die Schnapper doch eigentlich nur noch anbeissen. Bei mir tut sich ausser ein paar kleinen Beisserchen nichts. Bei Iggi und Phil beissen sie schon nach kurzer Zeit an, leider sind die Fische mit ihren knapp 30 cm zu klein und sie dürfen wieder ins Wasser. Nach ein paar Stunden haben wir dann doch zwei Schnapper die genug gross für die Pfanne sind. Einer davon hat bei Iggi angebissen, den erhalten wir später ausgenommen und pfannenfertig von Phil.


und jetzt geht's los

Iggis Fisch!

Dienstag, 28. Oktober 2014

Whangarei

Nach drei Tagen ziehen wir weiter, wegen dem immer noch aprilhaften Wetter und den kalten Nächten, haben wir wiederum via Airbnb eine Unterkunft in Whangarei gesucht und gefunden. George und Berta haben ein grosses Haus ausserhalb der Stadt. Als pensionierter Bauer hat George immer noch fünf Kälber, Hühner, Enten und einen grossen Gemüsegarten. Selbst Schafe hält er ab und zu, die sind aber alle vor kurzer Zeit in die Kühltruhe gekommen.

Wir nutzen das wechselhafte Wetter um unseren Reisebericht à jour zu bringen. Wir haben noch nicht mal den schönen Pool und den Jacuzzi geniessen können, aber zu ein paar Ausflüge der Küste entlang und über den mehr als 300 Meter „hohen“ Mount Tiger hat es dann doch noch gereicht – immer wieder sagen wir uns „es sieht aus wie in der Schweiz … nur ganz anders“. Keine Strasse ohne Kurve, die Wiesen fett und grün, die dunklen Tannen Wälder und dann aber immer wieder wilde Küstenabschnitte mit azurblauem Wasser (wenn die Sonne grad mal scheint) – das ist dann eben nicht wie in der Schweiz!


öffentliche Toilette - schön he!

Sonntag, 2. November 2014

Kerikeri

Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel gibt es in Kawakawa die berühmte Toilette von Friedensreich Hundertwasser – da können wir natürlich nicht vorbeifahren ohne Wasser zu lassen J

 

hier geht's zur Hundertwasser Toilette....